Forum #KulturSichern

19. Mai | 10:00 – 18:00 Uhr | GLADHOUSE Cottbus | Eintritt frei

Das Forum #KulturSichern geht in die erste Runde! Gemeinsam mit dem Losmachen e.V. schaffen wir am 19. Mai 2026 in Cottbus einen Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Perspektiventwicklung.

Das Forum versammelt Akteur*innen der Veranstaltungsszene sowie Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung und Initiativen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und daraus tragfähige gemeinsame Ansätze zu entwickeln.

Im Zentrum stehen die aktuellen Herausforderungen kultureller Arbeit, insbesondere Fragen der Sicherheit. Dabei geht es um den Umgang mit Bedrohungslagen und Angriffen auf kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen, um Strategien des Selbstschutzes sowie um Wege, im Ernstfall abgestimmt und handlungsfähig zu bleiben. Zugleich richtet sich der Blick auf die strukturellen Rahmenbedingungen, die Kultur langfristig ermöglichen und sichern.

PROGRAMM

Ankommen, Namensschild abholen und erste Gespräche führen.

Begrüßung und Einführung durch ImPuls Brandenburg e.V. und Losmachen e.V.

Einordnung und Impulse aus der kommunalen Perspektive durch Gabriele Grube (Fachbereichsleiterin für Kultur)

Fast jeden dritten Tag wird die demokratische Zivilgesellschaft in Deutschland angegriffen. Diese Angriffe zeigen eine gravierende Wirkung: Engagement wird eingeschüchtert und mancherorts unmöglich gemacht. Der Sicherheitsreport „Feindbild Zivilgesellschaft“ beleuchtet erstmalig systematisch, wie vor allem rechtsextreme Akteur*innen die demokratische Zivilgesellschaft angreifen und welche Folgen das für unsere Demokratie hat.

Vortrag: Ronja Pohl – Fachreferentin für Bedrohungsmanagement im Kompetenzzentrum Rechtsextremismus und Demokratieschutz | Amadeu-Antonio Stiftung

Kulturarbeit steht zunehmend unter Druck. Haushaltskürzungen, Raummangel und Angriffe auf Kulturorte verschärfen die Lage. Gleichzeitig geraten Kunstfreiheit und kulturelle Teilhabe zunehmend in Bedrängnis. Welche Rahmenbedingungen braucht es, um Kulturorte und Veranstaltungen langfristig zu sichern und für den Nachwuchs attraktiv zu gestalten? Wie kann auf finanzielle Kürzungen und politischen Druck wirksam reagiert werden? Welche Rolle spielen dabei zivilgesellschaftliche Akteur*innen, Verwaltung, Politik und Sicherheitsbehörden?

Moderation:

  • Maica Vierkant – Aktionsbündnis Brandenburg

Speaker*innen:

  • Gabriele Grube – Fachbereichsleiterin Kultur der Stadt Cottbus
  • Kai Weber – Vorstand bei der Verwaltung für Demokratie e.V.
  • Sophie Bock – Rosa in Cottbus

Mittagspause mit Gelegenheit zum Austausch und Vernetzen an den Netzwerktischen.

Session 1: Verwaltung als Ermöglicherin (Offener Behördenstammtisch)
Verwaltung handlungssicher machen – jeden Tag, auf allen Ebenen – für unsere Demokratie

Über die sogenannte Neutralitätspflicht der Verwaltung gibt es viele Mythen, die dazu führen, dass Verwaltung sich im vorauseilenden Gehorsam oder aus Angst vor Konsequenzen in ihrem Handeln selbst beschränkt. Dabei gibt es wesentliche Unterschiede zwischen der verfassungsmäßig gebotenen parteipolitischen Neutralität und einer generellen Neutralität. Gegenüber den Werten unseres Grundgesetzes darf Verwaltung nicht neutral sein, sondern muss sie aktiv vertreten.

Moderation & Vortrag: Kai Weber| Vorstand bei der Verwaltung für Demokratie e.V.

Session 2: Haltung zeigen – rechtlich abgesichert handeln
Positionierung von Kulturorten im Spannungsfeld von Recht, Förderung und Gemeinnützigkeit

Das Gemeinnützigkeitsrecht steht einem entschiedenen Einsatz gegen Rechtsextremismus und andere Formen der Menschenfeindlichkeit nicht entgegen. Es jedoch wichtig zu wissen, wie die Praxis der Finanzämter in diesem Bereich aussieht und mit welchen Strategien man sich absichern kann. Daneben soll es im Workshop um Fragen der „politischen Neutralität“ bei Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel gehen. Schließlich werden einige Vorkehrungen beleuchtet, die in der eigenen Struktur getroffenen werden können, um eine Unterwanderung durch rechtsextreme Akteure zu verhindern.

Moderation & Vortrag: Simon Simanovski | Rechtsanwalt bei Rechtsanwälte Günther

Session 3: Qualifizierte Awareness-Arbeit
Einführung in Grundlagen und Aufbau nachhaltiger Awareness-Strukturen

Moderation & Vortrag: Killa Schütze | RICE – Awareness & Conflice Management

Kaffeepause und Raum für Gespräche und Austausch.

Zusammenfassung zentraler Themen, Erfahrungen und offener Fragen aus den Sessions sowie erste Ansätze für gemeinsame nächste Schritte.

Im Zentrum des Beitrags steht die Frage, was kulturpolitisch auf dem Spiel steht, wenn autoritäre Populist*innen Regierungsmacht übernehmen. Anhand von Beispielen aus Polen und der Slowakei zeigt Jens Adam, mit welchen Strategien rechtsautoritäre Akteur*innen in den Kulturbereich eingreifen und ihn zur Stabilisierung ihrer Herrschaft umformen. Zugleich richtet er den Blick auf die Indikatorfunktion von Kunst und Kultur, in der autoritäre Verschiebungen häufig frühzeitig sichtbar werden. Schließlich wird die Frage beleuchtet, inwiefern sich gerade im Kulturbereich Räume für kreativen Widerstand eröffnen.

Vortrag: Jens Adam – Professor und Leitung des Fachgebietes Kulturmanagement |Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg; Fakultät für Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung; Institut für Bau- und Kunstgeschichte

Anschließend an den Input setzen wir uns in diesem Panel mit konkreten Fragen des Selbstschutzes vor und nach rechten Angriffen auseinander. Wie können Organisationen auf kritische Situationen vorbereitet sein und im Ernstfall angemessen reagieren? Ins Gespräch kommen Vertreter*innen von Kultureinrichtungen aus unterschiedlichen Ländern, die mit autoritären Angriffen auf ihre Arbeit zu kämpfen haben.

Moderation:

  • Katharina KönigLosmachen e. V., Verein zur Förderung der Lausitzer Zivilgesellschaft

Bestätigte Speaker*innen:

  • Judith Porath – Opferperspektive
  • Martin GillhoffInitiative Sichere Orte
  • Dr. Iwona Uberman – freie Journalistin

Gemeinsamer Abschluss und Ausblick durch die veranstaltenden Organisationen.

Ausklang mit Raum für Austausch, Vertiefung und neue Verbindungen.

Speaker*innen

Hier erfahrt ihr mehr über unser Speaker*innen.

 

 

Ansprechperson:

ImPuls Brandenburg
Simon Knop Jacobsen: simon.jacobsen[at]impuls-brandenburg.de
www.impuls-brandenburg.de

Das Forum wird gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie Cottbus“ (gefördert durch das Bundesprogramm Demokratie leben) sowie mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Wir sehen uns!

Gefördert durch:

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In Kooperation organisiert von:

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